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Das Longquan-Kloster liegt am Fuß des Fenghuangling (Phönixgebirge), einer Gebirgskette westlich gelegen von der Stadt Beijing und schaut mit ihren Schichten aus schroffen Felsen auf die Innenstadt. Über eintausend Jahre Geschichte prägt das zur Zeit der Liao-Dynastie (957 n.Chr.) gebaute Kloster.

In der Vergangenheit wurde das Fenghuangling-Gebirge auch als Zhubishan-Berg, Shenshan-Berg und Laoyeshan-Berg bezeichnet. Auf dem Gebirge finden sich viele Höhlen, wie die Sanfodong-Höhle (Höhle der drei Buddhas), die Xuanyuandong-Höhle, oder die Xianrendong-Höhle (Höhle der Weisen) zur Verschließmeditation, wo unter einigen Buddhastatuen an der Wand noch in gutem Zustand erhalten sind. Umgeben wird das Longquan-Kloster von zahlreichen Relikten alter Kloster, wie vom Dajue-Kloster (Kloster des Erwachens), Shangfang-Kloster, Huangpu-Kloster, Miaofeng-Nonnen Kloster, Geyi-Nonnen Kloster und der Chaoyang-Höhle.

Zwei über 600 Jahre alte, kraftvolle morgenländische Bäume zieren den Eingang des Longquan-Klosters. Dem Eingang hindurch erblicken Sie eines der am besten erhaltenen Brücken Beijings: Die Brücke des goldenen Drachens (Jinlongqiao). Diese wurde laut einer Legende von Meister Jisheng, dem ersten Abt des Klosters mithilfe von über drei Jahren gesammelten Spenden erbaut. In den vergangenen tausend Jahren hat die inzwischen alte und vernarbte Brücke zahllose Gläubigen zum seelischen Jenseits gebracht. Üppige Zweige und Blätter zweier Ginkgobäume ähnlichen Alters sind die Zeugen vom Aufstieg und Niedergang des Klosters in der Vergangenheit.

Nach tausend Jahre Geschichte und Wandel wird im Longquan-Kloster nun eine neue Ära eingeläutet: Im Jahr 2001 begann die Regierung des Bezirks Haidian Beijing zusammen mit buddhistischen Gläubigen, das Kloster Schritt für Schritt zu rekonstruieren. Am 11. April 2015 wurde das Longquan-Kloster wieder offiziell als eine religiöse Stätte aufgenommen. Dabei übernahm Meister Xuecheng, damaliger Vizepräsident und Generalsekretär der Chinesischen Buddhistischen Gesellschaft, die Stelle des Abts. Seit der Begründung der Volksrepublik China ist es das erste offiziell anerkannte buddhistische Kloster des Bezirks Haidian.